EDI-Übertragungswege

Wege für den Datenaustausch per EDI

Value Added Networks (VAN)

Traditionell läuft bei EDI der Datenaustausch innerhalb sog. Value Added Networks (VAN). Ein VAN definiert sich als ein sicheres, privates Netzwerk, in welchem EDI-Dokumente zwischen Partnern versendet und empfangen werden können. Jeder Partner erhält dabei eine sog. Mailbox. Die Dokumente werden von hier aus versendet und hier empfangen. Jeder Partner überprüft regelmäßig die Mailbox, um die Dokumente entgegen zu nehmen. VANs sind sehr sicher, dafür aber auch der teuerste Übertragungsweg.

Internet

Mit der Etablierung des Internets und sicherer Übertragungsprotokolle (wie z.B. AS2, HTTPS) werden nun auch immer mehr EDI-Daten über das Internet zwischen den Partnern oder über EDI-Dienstleister direkt ausgetauscht.

Für die internetbasierte Kommunikation via AS2 benötigt man zwei Computer, ein Client und ein Server, die sich über eine direkte Verbindung über das Internet verbinden. AS2 erstellt einen EDI-Envelope für eine Nachricht, der sicher mit Hilfe von digitalen Zertifikaten und einer Verschlüsselung über das Internet versendet wird.

Virtual Private Network (VPN)

Bei einem Virtual Private Network (VPN) wird meistens auch das Internet und eine Vielzahl spezialisierter Protokolle genutzt, um so die Datenkommunikation abzusichern. Hier wird eher eine Client-/Server-Konfiguration eingesetzt, bei welcher VPN-Clients die Benutzer authentifizieren, Daten verschlüsseln und Sitzungen mit VPN-Servern verwalten. Da die Datenpakete auf dem Weg zwischen Absender und Empfänger wegen der Verschlüsselung nicht ohne weiteres auswertbar sind, sondern im Allgemeinen nur am Anfangs- und Endpunkt der Übertragung einen Sinn ergeben, spricht man auch von einem „VPN-Tunnel“ durch das Internet.