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Hintergrundinformationen

Sanktionslistenprüfung in SAP

Zur Absicherung des Welthandels und Reduzierung der Terrorgefahr besteht seit 2001 eine Reihe von Gesetzen. In ihnen wird jegliche Geschäftsbeziehung mit terroristischen Organisationen oder Personen untersagt.

Nationale und internationale Gesetze

  • §4 AWG (Außenwirtschaftsgesetz): Beschränkungen der Freiheit des Außenwirtschaftsverkehrs ist möglich, um die Berücksichtigung wesentlicher Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland zu gewährleisten, eine Störung des friedlichen Zusammenlebens der Völker zu verhüten oder zu verhüten, dass die auswärtigen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland erheblich gestört werden.
  • Verordnung (EG) Nr. 881/2002  und Nr. 2580/2001: EU-Länder-unabhängige Embargobestimmungen zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus
  • USA PATRIOT Act 2001 / Post 9/11: legislation with counter measures for terrorist financing; affects all      companies with a US listing, or activities in, or linked to, the USA, whether through a branch, subsidiary, associated company or banking relationship.

Internationale Sanktionslisten

Behörden im In- und Ausland veröffentlichen Listen mit betroffenen Namen und Anschriften von Unternehmen oder Personen. Eine Liste, die in der EU große Relevanz besitzt, ist die so genannte konsolidierte EU-Liste. In den USA veröffentlichen mehrere Behörden vergleichbare Listen, so z.B. das Department of the Treasury, das Department of Commerce oder das State Department.

Sanktionslisten auswerten.

Unternehmen in der EU müssen daher ihre Geschäftspartner, insbesondere Zulieferer, zunehmend nach Compliance-Kriterien, also der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften, bewerten und auswählen. Immer mehr Firmen benötigen leistungsfähige und effiziente Software zur Sanktionslistenüberprüfung. Die EU-Verordnungen beinhalten aber keine Vorgaben bezüglich etwaiger Modalitäten zur Überprüfung. Ebenso gibt es keine allgemeingültigen Aussagen, wie die Pflicht zur Einhaltung der Verbote umgesetzt werden muss. Vielmehr ist dies von der Ausgestaltung der betriebsinternen Exportkontrolle des jeweiligen Unternehmens abhängig.