Knorr Bremse: Scannerlösung im Wareneingang

Die Knorr-Bremse PowerTech GmbH hat die Wareneingangsverarbeitung auf mobile Scanner umgestellt. Die Wareneingänge werden jetzt per Barcode erfasst und direkt im SAP ERP verbucht. Durch den Wegfall manueller Eingaben rechnet sich das Projekt bereits innerhalb eines Jahres.

Scannerlösung im Wareneingang innerhalb SAP rechnet sich

Das Unternehmen Knorr-Bremse PowerTech entwickelt und fertigt Umrichter und elektrische Ausrüstungen, verschiedenste industrielle Anwendungen sowie Motor- und Getriebeprüfstände. Die Produkte werden überwiegend kundenindividuell als Prototypen und in Kleinserien gefertigt. Entsprechend vielfältig ist auch der Wareneingang. Eine große Zahl unterschiedlicher Artikel in kleinen Mengen von vielen Lieferanten erfordern bei der Wareneingangsbuchung einen großen Erfassungsaufwand. „Bei jedem Wareneingang werden für die MIGO, der Wareneingangsbuchung zur Bestellung, in SAP vier Parameter erfasst. Neben der Liefermenge und der jeweiligen Mengeneinheit sind das die Bestell- und die Lieferschein-Nummer. Die manuelle Erfassung kostete deshalb Zeit und war fehleranfällig“, erläutert Lars Ohmann, Leiter Logistik und Versand bei Knorr-Bremse PowerTech

Umstellung auf eine Scan-Lösung

Ziel war die Umstellung auf eine Scan-Lösung, wie sie im Knorr-Bremse Konzern bereits etabliert ist. „Da wir bis Mitte des Jahres eine eigene SAP-ERP-Lösung einsetzen, konnten wir die Konzernlösung so nicht verwenden. Wir haben sie aber als inhaltliche Vorgabe für eine eigene Lösung genutzt“, so der Logistikleiter. Umgesetzt wurde die Scan-Lösung durch Mercoline, einem Spezialisten für Supply-Chain-Prozesse und zertifiziertem SAP-Services-Partner.

Die Scan-Lösung wurde von Mercoline innerhalb SAP im Bereich „Mobile Datenerfassung“ umgesetzt. Vorgabe für die Wareneingangsinformationen auf dem Lieferschein war der Code 128, ein alphanumerischer Strichcode (Barcode) mit hoher Informationsdichte. Eingesetzt wurden kostengünstige mobile Scanner ohne Display.

"Beim Wareneingang wird der Barcode auf dem Lieferschein eingescannt, sodass Angaben wie die Bestell- und Lieferschein-Nummern nicht mehr manuell erfasst werden müssen. Der Scan-Vorgang ist direkt mit der SAP-Wareneingangsbuchung zur Bestellung verknüpft und im Hintergrund wird auch der Transportauftrag für die Einlagerung erzeugt."
Lars Ohmann, Leiter Logistik und Versand bei Knorr-Bremse PowerTech

Lieferanten frühzeitig einbeziehen

Die IT-technische Umsetzung der Scan-Lösung und die Integration in SAP-ERP war aus Sicht des Logistikleiters der einfachere Teil der Umstellung: „Das war völlig unproblematisch und Mercoline hat das sehr reibungslos umgesetzt. Wir haben eine Testversion bekommen und hatten nur geringfügige Änderungen.“ 

Die Abstimmung mit den Lieferanten erforderte dagegen einen etwas größeren Aufwand. „Wir haben alle Lieferanten sehr frühzeitig angesprochen, die neuen Anforderungen an den Lieferschein erläutert und auch Tipps für die Erstellung des Barcodes gegeben“, beschreibt Lars Ohmann das Vorgehen. Die meisten Lieferanten hatten daraufhin den Lieferschein umgestellt und Muster zum Testen geschickt. „Bei den ganz kleinen und den ganz großen Zulieferern war das Verfahren allerdings etwas aufwendiger“, ergänzt der Logistikleiter. Die interne Umstellung beschreibt er dagegen als sehr einfach. Nach einer Schulung von ein bis zwei Stunden konnte das neue Verfahren von den Mitarbeitern genutzt werden.

Amortisation innerhalb eines Jahres

„Wir haben jetzt eine recht pfiffige Scan-Lösung im Einsatz und benötigen beim Wareneingang nur noch bei ganz wenigen Lieferanten eine manuelle Erfassung. Durch das Scannen des Barcodes sparen wir bei jedem Lieferschein mindestens eine Minute und haben hier außerdem keine Fehleingaben mehr. Die Investitionen in die Scan-Lösung werden sich so innerhalb eines Jahres rechnen“, fasst Lars Ohmann den Nutzen zusammen.