BVL-Studie: Trends in Logistik und Supply Chain Management

Eine neue Studie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) beschreibt die wichtigsten „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“. Hervorgehoben werden der steigende Kostendruck durch den globalen Wettbewerb, die Forderung der Kunden nach individuellen Logistikdienstleistungen sowie die Komplexität sowie die Chancen durch die Digitalisierung der Wertschöpfungsketten

In der Zusammenfassung benennt die BVL-Studie vor allem drei Handlungsfelder: „Die Implementierung neuer digitaler Technologien, die Anpassungen der Unternehmensstrategien auf Basis neuer digitalisierter Geschäftsmodelle sowie der Erwerb der dafür erforderlichen Kompetenzen.“

Laut der BVL-Studie wird die Vernetzung innerhalb der Wertschöpfungsketten deutlich steigen. Die Akteure arbeiten enger zusammen und die Abhängigkeiten untereinander steigen: „In Zukunft werden umfangreichere Daten mit den Lieferanten geteilt und so eine höhere Prozesstransparenz in Echtzeit erreicht.“ Der Einsatz von z. B. Sensorik erweitert die Möglichkeiten zur Erfassung von Produktions-, Produkt- sowie Anwendungsdaten.

Drei Handlungfelder

Die BVL-Studie "Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management" nennt vor allem drei Handlungsfelder

Implementierung neuer digitaler Technologien

Anpassungen der Strategien von Unternehmen

Erwerb der dafür erforderlichen Kompetenzen

Die Ergebnisse der Studie können hier heruntergeladen werden: http://logistiktrends.bvl.de/#results.

ERP ist besonders relevant für die digitale Transformation

Der BVL sieht die Handlungsfelder besonders in den Bereichen Technologien, Wertschöpfungsketten, Kompetenzen und Geschäftsmodellen. Als relevanteste Technologien für den Bereich Logistik und Supply Chain Management schätzen die Teilnehmer der quantitativen Studie Systeme des Enterprise Resource Planning (ERP) und des Warehouse Managements (WMS) ein.

Die Chancen der Digitalisierung innerhalb der Wertschöpfungskette zu nutzen, wird durch verschiedene Strategiebausteine unterstützt: digitale Durchgängigkeit, IT-Orientierung und Customer Centricity. Allerdings wird es für Unternehmen immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden, welche über sämtliche der künftig geforderten Kenntnisse verfügen (Branchen- und Unternehmens-Know-how, Logistikkenntnisse, Fachwissen in Mathematik und Informatik, Analyse und Aufbereitung von Daten).

Datenverfügbarkeit ist Voraussetzung für digitale Geschäftsmodelle

Um in den nächsten fünf Jahren Wettbewerbsvorteilen zu erreichen, benennt der BVL die Flexibilität in Bezug auf Kundenwünsche, die Qualität der erbrachten Leistungen, die Anpassungsfähigkeit an sich veränderte Marktbedingungen, die Schnelligkeit bei der Leistungserfüllung sowie kostengünstige Produkte. „Als wesentlichster Faktor wird die Flexibilität in Bezug auf Kundenwünsche wahrgenommen (44 %).“ Um die Geschäftsmodelle in der Logistik digital anzupassen, können Logistikunternehmen demnach die Datenverfügbarkeit als Ausgangspunkt betrachten.

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