Präferenzmanagement in SAP: Mercosur-Freihandelsabkommen
Was Unternehmen jetzt wissen sollten und warum Vorbereitung zum Wettbewerbsvorteil wird
Anfang 2026 ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur-Block erneut in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Medien gerückt. Nach Jahren intensiver Verhandlungen werden die wirtschaftlichen Chancen, aber auch rechtliche Unsicherheiten und operative Herausforderungen wieder verstärkt diskutiert, insbesondere für exportorientierte Unternehmen in Europa.
Klar ist: Auch wenn das Abkommen aktuell noch nicht anwendbar ist, sollten sich Unternehmen bereits heute strategisch darauf vorbereiten.

Status Mercosur-Freihandelsabkommen:
Politische Bedeutung und aktueller Umsetzungsstand
Die politische Debatte rund um das Mercosur-Abkommen hat sich zum Jahreswechsel 2025/2026 deutlich intensiviert. Während das Abkommen aus wirtschaftlicher Sicht als strategisch bedeutsam für die europäische Exportwirtschaft gilt, laufen weiterhin komplexe Ratifizierungs- und Prüfprozesse auf EU-Ebene.
Am 17. Januar 2026 haben die EU und die Mercosur-Staaten ein Partnerschaftsabkommen sowie ein Interim-Handelsabkommen formell unterzeichnet. Diese Vereinbarungen schaffen einen rechtlichen Rahmen für eine der größten Freihandelszonen der Welt, sind jedoch noch nicht in Kraft. Zudem hat das Europäische Parlament im Januar 2026 beschlossen, den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine rechtliche Prüfung des Abkommens zu bitten. Die parlamentarische Zustimmung steht damit noch aus und wird frühestens nach dem EuGH-Urteil erwartet, was den Zeitplan verzögern kann.
Die zentrale Botschaft für Unternehmen:
Die Nutzung des Mercosur-Abkommens wird nicht sofort morgen möglich sein, jedoch voraussichtlich schneller, als viele Organisationen ihre Prozesse anpassen können.
Insbesondere aus Industriesicht wird das Abkommen positiv bewertet – etwa mit Blick auf Marktzugang, Wettbewerbsfähigkeit und potenzielle Zollentlastungen. Gleichzeitig ist absehbar, dass zwischen politischer Entscheidung und operativer Umsetzung nur begrenzte Vorlaufzeiten liegen werden.
Welche Auswirkungen hätte das Mercosur-Abkommen auf Unternehmen?
Sollte das Mercosur-Freihandelsabkommen in Kraft treten, ergeben sich für Unternehmen in Deutschland und Europa unter anderem folgende Effekte:
- Erleichterter Marktzugang zu wichtigen Absatzmärkten in Südamerika, insbesondere für Maschinenbau, Automobilindustrie, Chemie und Anlagenbau
- Reduzierte Zölle und Handelshemmnisse, sofern definierte Ursprungs- und Präferenzregeln eingehalten werden
- Deutlich steigende Anforderungen an Präferenzmanagement, Nachweisführung und Compliance
- Höhere Komplexität in Lieferketten, insbesondere bei Vormaterialien, Ursprungsszenarien und Stücklisten
Gerade die operativen und fachlichen Anforderungen werden häufig unterschätzt. Die Erfahrung aus bestehenden Freihandelsabkommen zeigt:
Mit jedem neuen Präferenzabkommen steigt der Aufwand für korrekte Präferenzkalkulation, Dokumentation und Prüfung signifikant.
Wichtig für die Praxis - Mercosur ist aktuell noch kein Präferenzabkommen
Trotz der politischen Dynamik gilt derzeit eine klare fachliche Einordnung:
Das Mercosur-Abkommen ist aktuell noch nicht anwendbar.
Unternehmen können daraus heute keine präferenziellen Zollvorteile ableiten.
Gleichzeitig zeigt die Praxis:
Unternehmen, die erst nach Inkrafttreten eines Abkommens mit der Anpassung ihrer Prozesse beginnen, geraten schnell unter Zeitdruck, Kostendruck und Compliance-Risiken.
Warum frühe Vorbereitung entscheidend ist
Besonders Unternehmen mit:
- komplexen Beschaffungs- oder Fertigungsprozessen
- internationalen Lieferketten
- hohem Export- und Importvolumen
profitieren von einer frühzeitigen, strukturierten Vorbereitung.
Mit der SAP-integrierten Präferenzmanagement-Suite von Mercoline schaffen Unternehmen bereits heute die Grundlage, um neue Abkommen wie Mercosur später schnell, sicher und automatisiert zu nutzen:
- Zentrale Verwaltung von Präferenzabkommen und Ursprungsregeln
- Automatisierte Präferenzkalkulation auf Basis aktueller Material- und Lieferantendaten
- Effizientes Management ein- und ausgehender Lieferantenerklärungen
- Revisionssichere Dokumentation aller Präferenz- und Compliance-Prozesse
Nahtlose Integration in SAP S/4HANA- und ERP-Prozesse ohne manuelle Zusatzarbeit. So lassen sich neue Abkommen nach Inkrafttreten ohne Medienbrüche, Excel-Lösungen oder aufwendige Nacharbeiten aktivieren.
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